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Winter 2006

Will denn dieser Winter niemals enden?

Es ist der 18 März 2006, und die Nachttemperaturen sind -10°C.

Vorteil dieses langen Winters ist die Möglichkeit, alle unerledigten Arbeiten noch schnell nach zu holen.

Gefertigt wurden unter anderem Holz-Untergestelle für die Beuten, Kunstschwarmkästen, EWK-Transportkästen für die Belegstellenbeschickung, und natürlich Rähmchen, Rähmchen....

Auswinterung

Der erste Reinigungsflug fand am 19 - 20.März 2006 , bei einer Außentemperatur von 11°C, statt.

Verloren habe ich in diesem Winter 4 Völker, wobei ich weiß, warum. Ich werde versuchen, diese Mängel zu verhindern:

  • Zum ersten Räuberei (Ableger zwischen Vollvölkern),
  • Zum zweiten scheint die Vereinigung zweier schwacher Völker nicht zum Erfolg geführt zu haben.
  • Das 3 und 4 Volk war erwartet worden, denn die wurden nur behandelt und aufgefüttert, um Futterwaben zu erhalten.

Erwartet deshalb, weil meine Trachtvölker aus dem Schwarzwald ohne Brut/Pollen und Futterreserven nach Hause kamen. Die Weißtannentracht fiel bei meiner ersten Anwanderung 2005 total aus.

Anfang April wurden meine Völker kontrolliert, und ein Gesundheitszeugnis ausgestellt.

Zucht

Zur Zuchteröffnung des "Züchterrings des Kreisverbandes Merzig-Wadern" lud das Vereinsmitglied Michael Plein auf seinen Außenstand ein. Somit konnten die ersten Serien gestartet werden, denn die Belegstelle Geißborn eröffnete am 16 Mai. Es standen in diesem Jahr 8 Vatervölker von Guido Schwindling zur Verfügung.

Mein Begattungsergebnis in diesem Jahr lag bei 78%, wobei auch die Stand- und Inselbegattungen mitgerechnet wurden.

Mitte Juni nahm ich am Lehrgang "Künstliche Besamung" bei Prof. Dr. Schley teil, aber die Praxis wird zeigen, ob ich in dieser Richtung weiterarbeiten werde.

In dieser Saison hatte ich auch endlich die "Kippkontrolle" unter Kontrolle. Vor lauter Bäumen sah ich den Wald nicht mehr, könnte man(n) sagen. Durch einen Zufall bekam ich mit, dass man bei gekippter Zarge die Rähmchen mit Daumen und Zeigefinger an den Unterträgern auseinander schieben kann, und so bis an den Oberträger alle Zellen sehen kann. Vor dieser späten Erkenntnis ging mir sehr viel Zeit, aber auch einige Schwärme, verloren.

Zudem habe ich in meine Betriebsweise nun die Zwischenableger integriert. Dazu habe ich mir passend zu den Segebergern Beuten Zwischenböden gebaut, die auch als Wandergitter dienen, so dass sie während der Saison an der Beute verbleiben.

Prüfung in Celle

(Ablauf und Dokumentation folgt noch zu einem späteren Zeitpunkt auf diesen Seiten)

Prüfung in CellePriorität hatte aber in diesem Jahr meine Gesellenprüfung zum Tierwirt/Fachrichtung Imkerei, wobei allerdings zu keiner Zeit der Bien vernachlässigt wurde. Das einzige, was zurückgestellt werden musste, war die Wanderung in die Weißtanne. Nach der Kastanientracht wurden die Völker direkt aufgefüttert und behandelt, so dass ich ohne Bedenken für 2 Wochen nach Celle zur Prüfung fahren konnte.

Die Prüfung in Celle war alle Mühen und Entbehrungen wert. Allein schon das Arbeitsklima und der persönliche Kontakt mit den Mitarbeitern und Prüflingen im Institut war hervorragend. Außer den 18 Auszubildenden war mit mir noch eine Quereinsteigerin zur Prüfung erschienen, und in jeder freien Minute "schnappten" wir beide uns einen der 3 Gärtner und fragten sie über die Bienenweide aus. Man merkte mit der Zeit, wer von den Auszubildenden richtigen Bezug zu den Bienen hatte, und wer nur "einen Beruf" erlernen wollte. Dies zeigte auch das Prüfungsresultat, denn nur 75 % bestanden die Prüfung. Für den letzten Tag der Prüfung bereiteten wir ein Grillfest vor, an dem alle teilnahmen.

Während der Prüfung mussten wir 2 Tropfböden bauen, die wir auch im Praktischen Teil an den Völkern anwenden durften. Ich kann diese Böden jedem empfehlen, aber sie können nicht über den Versandhandel bezogen werden, denn der bietet sie einfach nicht an. (Hab sie noch in keinem Katalog gefunden)

Einwinterung

Um meine Völker noch besser auf den Winter vorzubereiten, werde ich in Zukunft darauf bedacht sein, sie spätestens in der Goldrutenblüte alle an ihrem Überwinterungsplatz zu haben. Eingewintert werden bei mir in der Regel nur Jungvölker mit belegstellenbegatteter Königin. Die Altvölker werden aufgelöst. Dazu werden die Wirtschaftsvölker abgekehrt, behandelt und mit Jungvölkern vereinigt. (Celler- Rotationsbetriebsweise).