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Schwarmverhinderung

Warum Schwarmverhinderung?

Das wird oft gefragt, denn das Schwärmen liegt in der Natur des Bien und dient der natürlichen Vermehrung.

Nachteile des Schwärmens:

Indem das Volk sich teilt (Vorschwarm), verliert das Abgeschwärmte Volk viele der im Stock befindlichen Flugbienen. Zurück kommen die vor dem Schwärmen ausgeflogenen Sammlerinnen.

Das Volk erlangt keine große Volkstärke mehr, und deshalb ist nur mit einer kleinen Honigernte zu rechnen. Auch nimmt jeder Schwarm einen Honigvorrat für 3 Tage mit.

Betreiben wir keine Schwarmverhinderung in Form von Schwarmvorwegnahme, Weiselzellen ausbrechen, folgen Nachschwärme mit unbegatteten jungen Königinnen, und das Volk wird immer schwächer.

Für die Nachschwärme besteht die Gefahr, dass die Königin beim anschließenden Hochzeitsflug verloren geht

Vorteile des Schwärmens:

Die Königinnen sind von besserer Qualität, da sie auf natürliche Art herangezogen werden. Sie werden von Anfang an mit Geleé Royale gefüttert.

Die Schwarmzeit fängt schon im April mit der Aufzucht der ersten Drohnen an. Im Mai und Juni ist die Völkerentwicklung auf dem Höhepunkt, und es können täglich bis zu 2000 Bienen schlüpfen. Unter bestimmten Vorraussetzungen will oder muss das Volk schwärmen, dabei gibt es verschiedene Schwarmarten.

Kommt ein Volk in Schwarmstimmung, werden Weiselbecher (Königinnenzellen), bestiftet. Ist die erste Weiselzelle gedeckelt, zieht bei gutem Flugwetter der Vorschwarm aus.Um den Schwarmtrieb zu lenken und zu verzögern, ist es notwendig, frühzeitig die Schwarmstimmung zu beachten und Maßnahmen einzuleiten.

Maßnahmen bei Spielnäpfchen:

  • Raumgeben,
  • Baugelegenheit geben,
  • Schröpfen,
  • rechtzeitig Schleudern

Maßnahmen bei bestifteten Weiselzellen:

  • Vorwegnahme des Schwarms,
  • Bildung eines Zwischenablegers,
  • Bildung eines Brutablegers,
  • Schwarmverhinderung bei Prüfvölkern